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Bärbel Thomas stellt in der Phantastischen Bibliothek Wetzlar aus

Von Jörg-Peter Schmidteule

In den Bildern der gelernten Glas- und Porzellanmalerin Bärbel Thomas sind andere Bilder zu endtdecken. Im Federkleid einer Eule verbirgt sich beispielsweise ein Wolf. In der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar sind ihre Werke noch bis ztum 20. November 2014 zu sehen.

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Sicherlich ist jeder Künstler aufgeregt vor seiner ersten Vernissage. Das ging Bärbel Thomas aus Sinn jetzt nicht anders: Wie würden ihre Malereien und Zeichnungen bei den über 100 Gästen aufgenommen werden, die zur Eröffnung ihrer Ausstellung in die Phantastische Bibliothek nach Wetzlar gekommen waren? Um es vorwegzunehmen:   Die Bilder der gelernten Glas- und Porzellanmalerin stießen sofort auf Begeisterung.

Schon vor Beginn der Vernissage, die durch den syrischen Kanunspieler Youssef Nassif aus Braunfels musikalisch umrahmt wurde, hatten sich viele der Kunstfreunde im Foyer der Bibliothek neugierig erste Eindrücke von den Bildern verschafft. Sie begaben sich dabei auf eine Entdeckungsreise in geheimnisvolle Traumwelten: In den jeweiligen Motiven der Exponate sind auf den zweiten oder dritten Blick weitere Bilder versteckt.

Bärbel Thomas lädt also zum künstlerischen Spiel ein –­ nach dem Motto „Ich sehe, was Du nicht siehst“. Eines der Bilder zeigt eine Eule. „Aha, in dem Federkleid des Nachtvogels sind Wölfe verborgen“, stellte während der  Vernissage fasziniert ein Kunstfreund fest, der von einem anderen Betrachter gefragt wurde: „Siehst du denn nicht die vielen geheimnisvollen Gesichter am Rande des Bildes?“  Aber auch die anderen Gemälde oder Zeichnungen, die beispielsweise Bäume, Schlangen oder andere Tiere zeigen, tragen so manche Rätsel in sich.

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Bärbel Thomas mit ihrer Eule in deren Federkleid sich ein Wolf verbirgt. (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Übrigens fand bei den Besuchern Anklang, dass die Ausstellungseröffnung so abwechslungsreich gestaltet  war. So untermalten Zitate aus Büchern wie  J. K. Rowlings „Harry Potter“ oder „Der Schrecksenmeister“ von Walter Moers, die jeweils aus der Runde des Publikums  vorgetragen wurden, die künstlerische Aussage von Bärbel Thomas, dass verschiedene Menschen aus ihren jeweiligen Blickwinkeln Dinge anders sehen und bewerten.

Darauf ging die Künstlerin in ihrer mit viel Applaus bedachten Rede auch ein. Sie forderte die Gäste auf: „Erlaubt euch eigene Sicht und Gefühle und stellt ruhigen Gewissens Fragen. Denn manchmal kann es uns helfen, zu sehen, was andere sehen.“  Die Vernissage wurde abgerundet durch den Kanunspieler Youssef Nassif, der  mit seinem  Instrument (einer Art „Zither“) die Zuhörer verzauberte.

Die Bilder von Bärbel Thomas sind noch bis zum 20. November 2014 montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr in der Phantastischen bibliothek in 35578 Wetzlar, Turmstraße 20, zu sehen.

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