{"id":1264,"date":"2014-09-15T18:07:03","date_gmt":"2014-09-15T16:07:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wetterauer-landbote.de\/?p=1264"},"modified":"2014-12-11T13:33:10","modified_gmt":"2014-12-11T11:33:10","slug":"kampfansage-die-obrigkeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wetterauer-landbote.de\/?p=1264","title":{"rendered":"Kampfansage an die Obrigkeit"},"content":{"rendered":"<h2>Der Hessische Landbote wirkt nach<a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Landbotefaks.gif\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1227 \" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Landbotefaks.gif?resize=107%2C173\" alt=\"Landbotefaks\" width=\"107\" height=\"173\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Der Wetterauer Landbote erinnert an den Hessischen Landboten. Es folgt der erste Teil unserer Serie. Und am 4. Oktober begeben wir und mit drei F\u00fchrungen und einer Radtour auf\u00a0 die Spuren des Hessischen Landboten und seiner Protagonisten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Kampfansage an die Obrigkeit<\/h2>\n<p><strong>Von Anton J. Seib<\/strong><br \/>\n<em>\u201eFriede den H\u00fctten Krieg den Pal\u00e4sten\u201c prangt in wei\u00dfer Schrift auf der R\u00fcckseite der schwarzen T-Shirts. A-Sortiment. Damit wirbt die Die Hardcore-Punk-Band COR f\u00fcr sich<\/em>.<br \/>\n<em>Der Online-Shop f\u00fcr Anarchie und Widerstand vertreibt Aufkleber aus selbstklebendem Haftpapier, 10 St\u00fcck f\u00fcr 0,90 Euro zzgl. Versand. Aufschrift: \u201eFriede den H\u00fctten! Krieg den Pal\u00e4sten\u201c!<br \/>\n<\/em><br \/>\nDie Zeiten haben sich ge\u00e4ndert. Der Slogan hat \u00fcberlebt.<br \/>\nEs ist eine hochspannende Zeit. In Frankreich fegt die Juli-Revolution 1830 das verhasste Adelssystem weg. Das erstarkte B\u00fcrgertum \u00fcbernimmt die Macht. In Europa g\u00e4rt es, selbst im tr\u00e4gen Deutschland rumort es. B\u00fcrgerliche Kr\u00e4fte begehren auf, fordern Meinungs- und Pressefreiheit, wollen sich nicht l\u00e4nger von den konservativen Kr\u00e4ften g\u00e4ngeln lassen. Dazu kommen die soziale Missst\u00e4nde in dieser fr\u00fchen Phase der Industrialisierung. Ganze Landstriche verarmen, es kommt zu Aufst\u00e4nden die blutig niedergeschlagen werden.<\/p>\n<p>Oberhessen geh\u00f6rt zu den \u00e4rmsten Regionen des Gro\u00dfherzogtums Hessen. Die Menschen schuften und hungern. Sie sind verzweifelt. Manch einer wandert aus, sucht sein Gl\u00fcck in \u00dcbersee. Eltern schicken ihre T\u00f6chter als Tanzm\u00e4dchen nach Amerika. Oder sie verdingen sich als Landfahrer, die in Frankreich und England Fliegenwedel verkaufen. Die Not ist gro\u00df im Land.<\/p>\n<p>Mitunter machen die Menschen ihrer Verzweiflung Luft. Etwas 1830: Im Hanauer Land bewaffnen sich Bauern und Tagel\u00f6hner, ziehen marodierend durchs Land, zerst\u00f6ren Steuer\u00e4mter, ziehen weiter Richtung Norden. Im Wetterau-Dorf S\u00f6del beendet eine Milit\u00e4r-Trupp aus Butzbach den Marsch. Beim \u201eBlutbad von S\u00f6del\u201c sterben zwei Menschen.<\/p>\n<p>Im April 1833 proben b\u00fcrgerliche Kr\u00e4fte, darunter Burschenschafter, Akademiker, Kaufleute, Handwerker die Revolution. Mit dem Sturm auf die Frankfurter Polizeiwachen wollten sie ein Signal zum Aufstand setzen. Zu den Initiatoren geh\u00f6rt ein gewisser Friedrich Ludwig Weidig aus Butzbach. Weil er aber fr\u00fch das Scheitern des Aufstands ahnt, versucht er die Aktion zu stoppen. Vergeblich. Der Aufstand wird niedergeschlagen, viele Verschw\u00f6rer fliehen ins Ausland, 39 werden zum Tod verurteilt.<br \/>\nZwei Ereignisse, die die Widerspr\u00fcche, die Zerrissenheit der Gesellschaft offenbaren. Und wie Menschen versuchen, sich dagegen zu wehren. Es g\u00e4rt in Hessen.<br \/>\nUnd in dieser Zeit reist ein junger Mann nach Gie\u00dfen. Er hei\u00dft Georg B\u00fcchner, ist gerade 20 Jahre alt geworden. Er kommt aus Stra\u00dfburg, wo er als 18-J\u00e4hriger ein Medizinstudium begonnen und ihm der frische Wind der jungen Revolution um die Ohren geweht hatte. Er will in Gie\u00dfen sein Studium fortsetzen. Dort wird er mit geistiger Engstirnigkeit und Schikanen der Obrigkeit konfrontiert &#8211; ein Schock f\u00fcr den angehenden Mediziner.<\/p>\n<div id=\"attachment_1265\" style=\"width: 192px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Weidig.gif\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1265\" class=\"wp-image-1265\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Weidig.gif?resize=182%2C215\" alt=\"Weidig\" width=\"182\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Weidig.gif?resize=866%2C1024 866w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Weidig.gif?resize=253%2C300 253w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Weidig.gif?w=1168 1168w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Weidig.gif?w=1752 1752w\" sizes=\"auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1265\" class=\"wp-caption-text\">Friedrich Ludwig Weidig. Quelle: Stadtarchiv Butzbach<\/p><\/div>\n<p>\u00dcber Kommilitonen lernt er Friedrich Ludwig Weidig kennen, der in der konspirativen oberhessischen Szene einer der f\u00fchrenden K\u00f6pfe ist und bereits einige kritische Flugschriften verfasst hat. Der Pfarrer, Lehrer und begeisterte Turner war bereits ins Visier der Polizei geraten. Er war einer der Vorbereiter des gescheiterten Wachensturms und des Hambacher Festes, hatte den \u201eLeuchter und Beleuchter f\u00fcr Hessen\u201c verfasst, machte mit politisch-kritischen Predigten auf sich aufmerksam. Aber er ist immer noch auf freiem Fu\u00df.<br \/>\nZwei M\u00e4nner, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Hier der systemkritische, aber eher deutsch-national denkende Lehrer und Pfarrer, da der junge Student, dem die b\u00fcrgerliche Opposition nicht radikal genug war und der fr\u00fch ahnt, dass die sozialen Ungleichheiten die Wurzel des gesellschaftlichen \u00dcbels sind\u00a0und auf den Widerstand der Massen setzt.<\/p>\n<p>\u201eWahrscheinlich im M\u00e4rz 1834 macht der fr\u00fchere Gie\u00dfener Theologiestudent August Becker den von ihm sehr verehrten Rektor Dr. Weidig mit dem mit ihm befreundeten jungen Medizinstudenten Georg B\u00fcchner bekannt, vermutlich bei einem ersten konspirativen Treffen der Gie\u00dfener, Marburger und Butzbacher Oppositionellen bei der Ruine Badenburg bei Lollar. Nach ausf\u00fchrlichen Diskussionen wird vorgeschlagen, dass der 21-j\u00e4hrige B\u00fcchner eine Flugschrift verfasst, die an die Gebildeten und die hessischen Bauern und Handwerker gerichtet sein soll\u201c, fasst der Historiker und Leiter des Butzbacher Museums, Dr. Dieter Wolf, das Geschehen zusammen.<\/p>\n<p>B\u00fcchner macht sich an die Arbeit, entwirft eine scharfe Abrechnung mit \u201edem Staat\u201c, der hier in Form des Gro\u00dfherzogtums Hessen den Menschen gegen\u00fcbertritt und die eingeleitet wird mit der legend\u00e4ren Kampfansage \u201eFriede den H\u00fctten! Krieg den Pal\u00e4sten!\u201c. Die in aller Deutlichkeit die Verschwendungssucht der Reichen und M\u00e4chtigen anprangert. Und in der er die arme Landbev\u00f6lkerung zum Umsturz aufruft. Denn ohne die Massen, das wei\u00df B\u00fcchner, lassen sich die Eigentumsverh\u00e4ltnisse nicht \u00fcberwinden.<\/p>\n<div id=\"attachment_1266\" style=\"width: 594px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Zeunerhaus.gif\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1266\" class=\"wp-image-1266 size-large\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Zeunerhaus.gif?resize=584%2C874\" alt=\"Das Zeunerhaus in Butzbach, in dem einst ein Freund Weidigs lebte\" width=\"584\" height=\"874\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Zeunerhaus.gif?resize=684%2C1024 684w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Zeunerhaus.gif?resize=200%2C300 200w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Zeunerhaus.gif?w=1168 1168w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1266\" class=\"wp-caption-text\">Das Zeunerhaus in Butzbach, in dem Karl Zeuner, ein Sch\u00fcler Weidigs, lebte.<\/p><\/div>\n<p>Als Weidig Anfang April 1834 B\u00fcchners Manuskript in H\u00e4nden h\u00e4lt, redigiert er es radikal. Er \u00fcberarbeitet vor allem den zweiten Teil, vermutlich aus taktischen Gr\u00fcnden. So ersetzt er den von B\u00fcchner bewusst gew\u00e4hlten Begriff \u201eReiche\u201c durch \u201eVornehme\u201c. Vermutlich, um wohlhabende b\u00fcrgerliche Oppositionelle nicht f\u00fcr die Revolution zu verlieren. B\u00fcchner ist aufgebracht, will sich gar vom Projekt distanzieren. Dass er dennoch klein beigibt, hat pragmatische Gr\u00fcnde. Weidig ist in der konspirativen oberhessischen Szene bestens vernetzt \u2013 und er hat Kontakte zu Druckereien. Zudem sind die anderen Mitstreiter f\u00fcr Weidigs \u00c4nderungen. Wolf: \u201eDie gelegentlich auftauchende Behauptung, B\u00fcchner und Weidig seien Freunde gewesen, ist wohl falsch: Hier treffen doch zwei Generationen mit unterschiedlichen Wertevorstellungen aufeinander &#8211; ein Zweckb\u00fcndnis f\u00fchrt beide zusammen.\u201c<\/p>\n<h2>Nackte Zahlen mit enormer Sprengkraft<\/h2>\n<p>\u201eIm Gro\u00dfherzogtum Hessen sind 718,373 Einwohner, die geben an den Staat j\u00e4hrlich an 6,363,364 Gulden (es folgt eine exakte Aufstellung, der Verf.). Dies Geld ist der Blutzehnte, der von dem Leib des Volkes genommen wird. An 700,000 Menschen schwitzen, st\u00f6hnen und hungern daf\u00fcr. Im Namen des Staates wird es erpre\u00dft, die Presser berufen sich auf die Regierung und die Regierung sagt, das sei n\u00f6tig die Ordnung im Staat zu erhalten. was ist denn nun das f\u00fcr gewaltiges Ding: der Staat? Wohnt eine Anzahl Menschen in einem Land und es sind Verordnungen oder Gesetze vorhanden, nach denen jeder sich richten mu\u00df, so sagt man, sie bilden einen Staat. Der Staat also sind\u00a0Alle; die Ordner im Staat sind die Gesetze, durch welche das Wohl\u00a0Aller\u00a0gesichert wird, und die aus dem Wohl\u00a0Aller\u00a0hervor gehen sollen. \u2013 Seht nun, was man in dem Gro\u00dfherzogtum aus dem Staat gemacht hat; seht was es hei\u00dft: die Ordnung im Staate erhalten! 700,000 Menschen bezahlen daf\u00fcr 6 Millionen, d.h. sie werden zu Ackerg\u00e4ulen und Pflugstieren gemacht, damit sie in Ordnung leben. In Ordnung leben hei\u00dft hungern und geschunden werden.\u201c<\/p>\n<p>So beginnt der Text. Haarklein rechnet der Autor vor, wie der arbeitenden Bev\u00f6lkerung das Geld abgepresst wird, damit Wenige gut leben k\u00f6nnen. Das Leid der Menschen, so die Botschaft, ist nicht Gott gegeben, Ausfluss einer nat\u00fcrlichen Weltordnung. Nein, es ist empirisch belegbar, warum Menschen hungern, leiden, keine Chance auf ein besseres Leben haben. Das rechnet B\u00fcchner bis auf den letzten Gulden vor. Und er fordert die Menschen unmissverst\u00e4ndlich auf, sich von diesen Ketten zu befreien. Das ist die enorme Sprengkraft des Hessischen Landboten. Die m\u00fchsamen ideologischen Legitimationsversuche \u201eder Obrigkeit\u201c werden ad absurdum gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Trotz der heftigen Auseinandersetzung zwischen B\u00fcchner und Weidig erscheint der \u201eHessische Landbote\u201c schlie\u00dflich doch. Er bestand aus acht bedruckten Seiten im Oktav-Format in einer Auflage, die Experten auf 1200 bis 1500 Exemplare beziffern. Doch kaum ist der Landbote gedruckt, fliegt die oberhessische Opposition auf. Ausgerechnet ein Freund Weidigs, Johann Konrad Kuhl, schw\u00e4rzt die Verschw\u00f6rer bei den gro\u00dfherzoglichen Beh\u00f6rden an. Sein \u201eLohn\u201c daf\u00fcr: 4000 Gulden. Georg B\u00fcchner warnt seine Mitstreiter, nimmt daf\u00fcr mehrere anstrengende n\u00e4chtliche Fu\u00dfm\u00e4rsche nach Offenbach, Frankfurt und zur\u00fcck auf sich, eher er nach Stra\u00dfburg fl\u00fcchtet.1836 siedelt er nach Z\u00fcrich \u00fcber.<\/p>\n<p>Weidig wird 1835 verhaftet, zun\u00e4chst in Friedberg inhaftiert dann in das Arresthaus Darmstadt verlegt. Dort wird er verh\u00f6rt und gefoltert. Am 23. Februar 1837 stirbt er. Vermutlich durch eigene Hand. Vier Tage zuvor war Georg B\u00fcchner in Z\u00fcrich gestorben.<\/p>\n<p>Was hat der Hessische Landbote bewirkt? Unmittelbar sicher wenig. Wie viele Exemplare tats\u00e4chlich ihre Adressaten erreichten, ist nicht belegt. Immerhin waren die Schergen des Systems bereits w\u00e4hrend der Drucklegung auf den Spuren der oberhessischen Revolution\u00e4re. Und der vermutlich von Weidig verfasste Vorbericht d\u00fcrfte \u00e4ngstliche Zeitgenossen eher dazu verleitet haben, die Zeitung sofort zu vernichten:<br \/>\n\u201eDieses Blatt soll dem hessischen Lande die Wahrheit melden, aber wer die Wahrheit sagt, wird gehenkt, ja sogar der, welcher die Wahrheit liest, wird durch meineidige Richter vielleicht gestraft. Darum haben die, welchen dies Blatt zukommt, folgendes zu beobachten:<br \/>\nSie m\u00fcssen das Blatt sorgf\u00e4ltig au\u00dferhalb ihres Hauses vor der Polizei verwahren;<br \/>\nsie d\u00fcrfen es nur an treue Freunde mitteilen;<br \/>\ndenen, welche sie nicht trauen, wie sich selbst, d\u00fcrfen sie es nur heimlich hinterlegen;<br \/>\nw\u00fcrde das Blatt dennoch bei Einem gefunden, der es gelesen hat, so mu\u00df er gestehen, da\u00df er es eben dem Kreisrat habe bringen wollen;<br \/>\nwer das Blatt nicht gelesen hat, wenn man es bei ihm findet, der ist nat\u00fcrlich ohne Schuld.\u201c<\/p>\n<p>Aber der \u201eHessische Landbote\u201c wirkt nach. Als eines der wichtigsten Dokumente in der Geschichte sozialer Bewegungen in Deutschland. \u201eFriede den H\u00fctten! Krieg den Pal\u00e4sten!\u201c ist nicht nur ein literarisches Zitat. Diese sechs Worte prangten an Holzh\u00fctten im M\u00f6rfelder Wald w\u00e4hrend der Startbahnproteste. An der Westseite der Berliner Mauer. Auf Plakaten an besetzten H\u00e4usern. Auf LP-Covern. Sie sind zum Synonym geworden f\u00fcr die Ungerechtigkeit unserer kapitalistisch verfassten Gesellschaft.<\/p>\n<p>(Bilder: Museum Butzbach)<\/p>\n<p>Links:<br \/>\nDer Hessische Landbote (<a title=\"gutenberg\" href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/der-hessische-landbote-416\/1\" target=\"_blank\">http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/der-hessische-landbote-416\/1<\/a>)<\/p>\n<p>Georg B\u00fcchner Portal (<a title=\"buechnerportal\" href=\"http:\/\/buechnerportal.de\" target=\"_blank\">http:\/\/buechnerportal.de<\/a>)<br \/>\nLiteratur:<\/p>\n<p>Butzbacher Pers\u00f6nlichkeiten. Dr. Friedrich Ludwig Weidig (1791 \u2013 1837). Hrsgg. Vom Museum und Stadtarchiv Butzbach. Texte und Illustrationen von Dr. Dieter Wolf. Hier als pdf-Datei <a href=\"http:\/\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Weidig-Broschuere2014-web_001A.pdf\" target=\"_blank\">Weidig-Broschuere2014-web_001A<\/a><br \/>\nB\u00fcchner und Weidig und ihr Mitarbeiterkreis &#8211; Literaten und Freiheitsk\u00e4mpfer im oberhessischen Vorm\u00e4rz. Festvortrag von Museumsleiter Dr. Dieter Wolf (Butzbach) vor dem Georg-B\u00fcchner-Gymnasium Bad Vilbel, Kurhaus Bad Vilbel, am 27. Sept. 2013<\/p>\n<h2>Die Landbote-Tour<\/h2>\n<p>Georg B\u00fcchner hatte in einer Juninacht 1834 das Manuskript des Hessischen Landboten von Butzbach zum Druck nach Offenbach gebracht. Der &#8222;Wetterauer Landbote&#8220; macht es am Samstag, 4. Oktober, umgekehrt: Er radelt von Offenbach nach Butzbach, mit Station in Friedberg. Unterwegs gibt es F\u00fchrungen und Informationen zum Hessischen Landboten. In Butzbach diskutieren die Online-Journalisten am Abend \u00fcber die Chancen einer Internetzeitung in der Tradition des Landboten. Hier das Programm:<br \/>\n<strong>10 Uhr<\/strong> Offenbach, Haus der Geschichte, Herrnstra\u00dfe 61. Klaus Kroner, ein Landbote-Experte aus Bad Vilbel, geht der Frage nach, ob der Hessische Landbote wirklich in Offenbach gedruckt wurde. Dann radeln die sportlicheren Teilnehmer los.<br \/>\n<strong>14 Uhr<\/strong>\u00a0 Friedberg, Bahnhof. F\u00fchrung zu dem Haus, in dem der Butzbacher Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig, Mitverfasser des Hessischen Landboten, eingekerkert war. Und zum fr\u00fcheren Standort der Mohren-Apotheke (Kaiserstra\u00dfe 40 \/Ecke Apothekergasse, heute die Apotheke Kaiserstr.104). Damals wurde sie von Theodor Trapp betrieben, einem revolution\u00e4r gesinnten Demokraten und Freund Weidigs.<br \/>\n<strong>17 Uhr<\/strong> Butzbach, F\u00e4rbgasse 16. Museumsleiter Dieter Wolf f\u00fchrt auf den Spuren Weidigs durch die Stadt. Um 18 Uhr folgt in einem zentral gelegenen Lokal der Feierabend-Schoppen mit einer Diskussion \u00fcber die Chancen einer Internet-Zeitung in der Tradition des Hessischen Landboten.<\/p>\n<p>Wer mitradeln oder an einer der Fr\u00fchungen teilnehmen m\u00f6cht, kann sich unter info@wetterauer-landbote.de anmelden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hessische Landbote wirkt nach Der Wetterauer Landbote erinnert an den Hessischen Landboten. Es folgt der erste Teil unserer Serie. Und am 4. 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