{"id":1070,"date":"2014-07-04T14:11:17","date_gmt":"2014-07-04T12:11:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wetterauer-landbote.de\/?p=1070"},"modified":"2014-07-07T11:23:37","modified_gmt":"2014-07-07T09:23:37","slug":"ich-bin-dann-mal-hier","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wetterauer-landbote.de\/?p=1070","title":{"rendered":"Ich bin dann mal hier"},"content":{"rendered":"<h1>Auf der Bonifatius-Route von Mainz nach Fulda<\/h1>\n<p><strong>Von Corinna Willf\u00fchr<\/strong><\/p>\n<p>Seit zehn Jahren ist die Bonifatius-Route beliebt bei Pilgern und Wanderern<a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/bonilogo.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1071 \" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/bonilogo.jpg?resize=173%2C173\" alt=\"bonilogo\" width=\"173\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/bonilogo.jpg?resize=1021%2C1024 1021w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/bonilogo.jpg?resize=150%2C150 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/bonilogo.jpg?resize=300%2C300 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/bonilogo.jpg?resize=299%2C300 299w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/bonilogo.jpg?w=1949 1949w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/bonilogo.jpg?w=1168 1168w, https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/bonilogo.jpg?w=1752 1752w\" sizes=\"auto, (max-width: 173px) 100vw, 173px\" \/><\/a><br \/>\nVon Mainz nach Fulda \u2013 die 147 Autokilometer sind in gut zwei Stunden zu bew\u00e4ltigen. Wer sich indes zu Fu\u00df aufmacht, sollte f\u00fcr die Strecke schon mindestens neun Tage einplanen, sind es doch per Pedes rund 180 Kilometer. Aber warum sich \u00fcberhaupt ohne Auto aufmachen? Weil zwischen beiden Bischofsst\u00e4dten die Bonifatius-Route verl\u00e4uft. Ein Weg, auf dem seit zehn Jahren der Verein gleichen Namens einl\u00e4dt, sich auf die Spuren des Apostels der Deutschen zu begeben und in Weinbergen und Obstplantagen, in Auen und W\u00e4ldern, in Kapellen, Kirchen und Kl\u00f6stern zwischen Rheingau, Wetterau, Vogelsberg und Fuldaer Land neue Erfahrungen zu machen \u2013 mit sich, den Landschaften und den Menschen der Region. Was gut auch in (kleinen) Etappen geht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Zehn Jahre Bonifatius-Route<\/h2>\n<p>Zum Beispiel von der rheinland-pf\u00e4lzischen Landeshauptstadt zur Kapelle St. Peter und <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/boni-mainz.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1072 \" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/boni-mainz.jpg?resize=329%2C445\" alt=\"boni-mainz\" width=\"329\" height=\"445\" \/><\/a>Paul in Hochheim (neun Kilometer): Ein sch\u00f6ner Sommertag. Die Kellner in den Lokalen am Mainzer Marktplatz servieren die ersten Kaffees. Ihnen gegen\u00fcber: Still und steinern im Schatten des Doms die Figur des Heiligen Bonifatius. Drinnen im Dom ist\u2019s verdammt (tut Bu\u00dfe) dunkel, also los auf die Tour. Startpunkt \u201eAm Leichhof\u201c (hei\u00dft so, ist aber kein Friedhof) \u00fcber die Theodor-Heuss-Br\u00fccke zum Sonnen-Boulevard mit einladender Gastronomie am ehemaligen Heringsf\u00e4nger \u201ePieter von Aemstel\u201c samt kleinem Badestrand. Nein, nicht hier schon eine Pause machen. Auch nicht, um einen Abstecher in die Reduit-Kaserne von Mainz-Kastel zu unternehmen. Weiter geht es am Rhein entlang. Radler, Scater, Walker Paare mit Kinderwagen sind auf der Franziska-Retzinger-Promenade unterwegs. Und Pilger? Tja, wie sehen die denn \u00fcberhaupt aus, wenn sie nicht wie auf dem Jakobsweg als Erkennungszeichen eine Muschel tragen? \u201eSo ebbes braacht doch hier kaaner\u201c, sagt die Frau mit Hund am Ortseingang von Hochheim, just an jener Stelle, an der eine Sandstein-Stele des Heimatvereins Hochheim an die Landung des Schiffes mit dem \u201eLeib des seligen M\u00e4rthyrers\u201c anno 754 am nahen Mainufer erinnert. \u201eEs gibt ja nur aan Wesch enuff zu St. Peter und Paul.\u201c Und der lohnt sich (markiert ist er au\u00dferdem wie die gesamte Strecke mit einem schwarzen Pilgerstab auf rot-wei\u00dfen Quadraten). Inmitten von Weinbergen steht die katholische Pfarrkirche aus dem Jahr 1732. Ihre Barock-Fresken des Donauw\u00f6rther Malers Enderle machen sie zu einem der herausragenden Kulturg\u00fcter der Region.<br \/>\nZum Beispiel von Glauburg in den Ortenberger Ortsteil Li\u00dfberg (14 Kilometer): Wer f\u00fcr eine Tagesetappe mit dem Zug nach Glauburg gefahren ist und an der Endstation des Stockheimer Lieschens ausssteigt steigt, sieht bereits, was er vor sich hat: den H\u00f6henr\u00fccken des Vogelsbergs, dem nach Fl\u00e4che und Masse gr\u00f6\u00dften erloschenen Vulkan auf dem europ\u00e4ischen Festland. Ein Teilst\u00fcck der Bonifatius-Route, das beeindruckende Ausblicke auf die Landschaft bietet \u2013 und eben darum ein wenig h\u00f6here Anforderungen an die Wanderer stellt als die Strecke durch die Rheingau-Weinberge bei Hochheim. Doch ebenso wie dort Orte zum Innehalten, wie in der Klosterruine Konradsdorf oder der Schafskirche bei Li\u00dfberg. Bis ins Ende des 12. Jahrhundert reicht die Geschichte des Klosters Konradsdorf zur\u00fcck. In der heute ummauerten Hessischen Staatsdom\u00e4ne lebten einst Nonnen des Pr\u00e4monstratenser-Ordens. Die Schafskirche, so hei\u00dft es, wurde an einer Stelle errichtet, an dem der Zug mit der Leiche des Heiligen Bonifatius auf seinem Weg nach Fulda Rast machte. Ihre erste Erw\u00e4hnung datiert ins Jahr 1578. Wie lange sie als Kirchenbau genutzt wurde, ist nicht gekl\u00e4rt.<\/p>\n<h2>Ich bin dann mal hier<\/h2>\n<p>Zum Beispiel von Blankenau nach Fulda (19 Kilometer): F\u00fcr Klara Romer aus dem schw\u00e4bischen Biberach, die drei Tage auf der Bonifatius-Tour unterwegs war, \u201eeine der sch\u00f6nsten Teilstrecken\u201c. Die Mitf\u00fcnfzigerin war bereits auf dem Jakobsweg vom franz\u00f6sischen Le Puis nach Santiago di Campostela unterwegs. Blasen, R\u00fcckenschmerzen, Hitze \u2013 all das hat sie indes auch auf der Bonifatius-Route erlebt. Ihr Tipp deshalb: Nur mit eingelaufenen Wanderschuhen losgehen, nur das n\u00f6tigste Gep\u00e4ck, \u201eaber immer genug Wasser mitnehmen\u201c. Wohl eine beeindruckendsten Sehensw\u00fcrdigkeiten des Abschnitts: die Wallfahrtskapelle Kleinheiligkreuz s\u00fcd\u00f6stlich von Kleinl\u00fcder. Was man neben dem versteckt liegenden Geb\u00e4ude als erstes sieht: die wei\u00df-blauen Fahnen auf der Sonnenterrasse von Restaurant und Hotel Jagdhof Klein-Heilig-Kreuz. Dessen G\u00e4ste m\u00fcssen auf keinen (modernen) Komfort verzichten. Wie schlicht dagegen das Innere der Kapelle. Auch wenn es au\u00dfer dem Wappen des Erbauers Adalbert von Schleifras an der Decke des Chores nicht mit vielen Originalen aus der Zeit ihrer Gr\u00fcndung aufwarten kann, ist die Kapelle aus dem Jahr 1348 sehenswert. F\u00fcr viele katholische Gl\u00e4ubige ist sie nicht nur das, sondern auch ein Wallfahrtsort. Geht doch die Legende, dass sich ihr Name daraus ableitet, dass sich ein kleines Partikel aus dem Kreuz Jesu in ihr befinde.<\/p>\n<p><div style=\"width: 584px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-1070-1\" width=\"584\" height=\"323\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/x-flv\" src=\"http:\/\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/slide.flv?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/slide.flv\">http:\/\/www.wetterauer-landbote.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/slide.flv<\/a><\/video><\/div><br \/>\nAuf die letzte Etappe vor dem Ziel der Bonifatius-Route, den Fuldaer Dom mit der Gruft des im Jahr 754 im friesischen Dokkum von \u201eHeiden\u201c erschlagenen Kirchenreformators, begeben sich auch alle, die am Bonifatius-Pilgertag 2014 teilnehmen. Er beginnt am Mittwoch, 9. Juli, um 8.30 Uhr an der katholischen Kirche im Hosenfelder Ortsteil Blankenau und f\u00fchrt durch Feld und Flur nach Kleinheiligkreuz. \u00dcber die Schnepfenkapelle und den Schulzenberg bei Malkes bis zum Dom mit der Gruft des Heiligen.<br \/>\n\u201eIch glaube nicht, dass es sich beim Pilgern um eine Modeerscheinung handelt\u201c, sagt Vera Rupp, Vorsitzende des Vereins Bonifatius-Route. \u201eIn der heutigen schnelllebigen und technisierten Welt suchen die Menschen immer mehr nach einem Ausgleich in der Natur.\u201c Mancher vielleicht auch nach einer Auszeit im Kloster. Wie beispielsweise im Kloster Engelthal bei Altenstadt, das an der Route liegt und alleine schon einen Ausflug wert ist.<br \/>\nN\u00e4heres zur Route mit dem Veranstaltungsprogramm zum 10-j\u00e4hrigen Bestehen Informationen zu Gastronomie und Beherbergungsbetrieben sowie zu Kartenmaterial und Wanderpaket unter <a href=\"http:\/\/www.bonifatius-route.de\" target=\"blank\">bonifatius-route.de<\/a>.<\/p>\n<h2>Ausgew\u00e4hlte Jubil\u00e4umsveranstaltungen<\/h2>\n<h3>Pilgern wie einst<\/h3>\n<p>Die Prinzessin von der Hardeck kommt zu Pferd, Lullus, Priester von Fulda und Chorbischof von Mainz wird erwartet. Sogar Bonifatius erscheint. Im Jubil\u00e4umsjahr der Bonifatius-Route wird am Sonntag, 6. Juli, in historischem Ambiente von Himbach nach D\u00fcdelsheim gepilgert. Dort gibt es Mittagessen, F\u00fchrungen, eine Ausstellung und der Historiker Christian Vogel spricht um 15 Uhr \u00fcber sein Buch \u201eBonifatius letzter Weg\u201c. Der Pilgerzug startet am Sonntag, 6. Juli, um 9.30 Uhr am Hofgut Paul in Limeshain-Himbach, Taunusstra\u00dfe 2. Wer teilnehmen m\u00f6chte und mit dem Auto kommt, kann in D\u00fcdeslheim parken. Ein Shuttle-Bus bringt die Teilnehmer nach Himbach. F\u00fcr den Bus wir ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben. Pilger in historischer Kleidung sind gerne gesehen. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<h3>Betr\u00fcgerischer Lehrer<\/h3>\n<p>\u201eZum Treuers\u201c hei\u00dft ein ehemaliges Waldst\u00fcck an der Bonifatius-Route unweit des Ortenberger Ortsteils Wippenbach. Seine Geschichte ist krimireif. Es ist das Ziel einer Wanderung am Samstag, 12. Juli. Es war vor etwa 150 Jahren. In Wippenbach herrschte Not. Die \u00e4rmsten der Bauern wollten sie nicht l\u00e4nger ertragen. Sie hatten von einem Land geh\u00f6rt, in dem flei\u00dfige Leute schnell zu Wohlstand kommen sollten: Amerika. Sie kratzten ihr letztes Geld zusammen, um die \u00dcberfahrt von Bremerhaven aus zu bezahlen. Das Geld gaben sie dem Dorfschullehrer, der es sicher dorthin bringen sollte. Der Lehrer aber konnte der Verlockung nicht widerstehen: Er brannte mit dem Geld durch. Verzweifelt kehrten die Bauern zur\u00fcck. Mit Hilfe des damaligen B\u00fcrgermeisters erreichten Sie, dass ihnen vom Gro\u00dfherzoglichen Hessischen H\u00f6chstpreu\u00dfischen Staatsministerium ein Waldst\u00fcck \u00fcberlassen wurde, um es urbar zu machen, eben das, das heute \u201eZum Treuers\u201c hei\u00dft. Die Bauern f\u00e4llten die B\u00e4ume und verkauften sie. Vom Erl\u00f6s konnten 20 bis 25 Wippenbacher nach Amerika auswandern, berichtet Michael M\u00fcller. M\u00fcller wird die Wanderer am Samstag f\u00fchren. Die Tour belegt, dass es an der Bonifatius-Route weit mehr zu erfahren gibt als die Ereignisse im fr\u00fchen Mittelalter, der sie ihren Namen verdankt. Die Wandererung \u201eVon gestohlenem Geld und anderem\u201c startet am Samstag, 12. Juli, um 14 Uhr an der Gastst\u00e4tte \u201eBonifatiusscheune\u201c in Ortenberg-Wippenbach, Im Oberdorf 4. Sie dauert rund eine Stunde.<\/p>\n<h3>Ein Tag f\u00fcr alle Sinne<\/h3>\n<p>H\u00f6ren, sehen, riechen, schmecken, tasten \u2013 ein \u201eTag f\u00fcr alle Sinne\u201c wird am Sonntag, 13. Juli, in Ortenberg geboten. Er beginnt mit einer Stern-Wanderung und endet mit dem Kabarett \u201eHeiliger Bimbam\u201c. Dazwischen wird bei einem Festgottesdienst eine Bonifatius-Statue enth\u00fcllt. Die Sternwanderer kommen aus Richtung Gedern und Glauberg zur Alten Schule im Ortenberger Ortsteil Eckartsborn, k\u00fcndigt Kurt Racky an. Der Li\u00dfberger Pfarrer geh\u00f6rte vor zehn Jahren zu den Initiatoren der Wanderroute. An der alten Eckartsborner Schule wird den Wandern um 12 Uhr ein Mittagessen serviert. \u201eSalate und Gegrilltes zum Selbstkostenpreis\u201c, sagt Renate Klingelh\u00f6fer, die das Essen organisiert. Danach geht es zur nahen Ruine der Schafskirche. Der Legende nach soll an der Stelle, an der heute die Kirchenruine steht, der Leichenzug gerastet haben, der den Leichnam Bonifatius&#8216; nach Fulda brachte. An der Kirchenruine wird w\u00e4hrend eines Festgottesdienstes eine Statue des Heiligen Bonifatius enth\u00fcllt. Der F\u00f6rster und Holzbildhauer Wolfgang Busch hat sie mit seiner Motors\u00e4ge geschaffen. Anschlie\u00dfend wird zur etwa einen Kilometer entfernten Burg Li\u00dfberg gewandert. Dort ist eine Kaffeetafel aufgebaut. Danach geht es heiter weiter: Der Kirchen-Kabarettist Thomas Klumb gastiert mit seinem Programm \u201eHeiliger Bimbam\u201c um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche in Li\u00dfberg. Mit Witz und Schlagfertigkeit befasst er sich mit den Widrigkeiten des Glaubens und Lebens. &#8222;Fu\u00dfballfans m\u00fcssen sich keine Sorgen machen: Die Veranstaltung wird um 19 Uhr beendet, so dass gen\u00fcgend Zeit bleibt, um zum Endspiel der Fu\u00dfballweltmeisterschaft zur\u00fcck zu sein, sagt Pfarrer Racky. Anmeldung zum Mittagessen am Sonntag, 13. Juli um 12 Uhr in der Alten Schule in Ortenberg-Eckartsborn bei Renate Klingelh\u00f6fer, Telefon 06046\/7152. Der Gottesdienst an der Schafskirche in Li\u00dfberg beginnt um 14 Uhr (Parken in der Merzbergstra\u00dfe in Ortenberg-Li\u00dfberg). Das Kabarett \u201eHeiliger Bimbam\u201c beginnt um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche in Ortenberg-Li\u00dfberg. Eintritt frei.<\/p>\n<h3>Ausstellung \u201eAuf den Spuren des Apostels der Deutschen&#8220;<\/h3>\n<p>Die wichtigsten Stationen im Leben des Heiligen Bonifatius zeigt die Ausstellung \u201eAuf den Spuren des Apostels der Deutschen\u201c, die vom 16. Juli an im Caf\u00e9 der Vogelsbergklinik im Grebenhainer Ortsteil Ilbeshausen-Hochwaldhausen zu sehen ist. Die Situation im Mittelalter ist beschrieben, eine Karte zeigt den der Wirkungsbereich des Missionars und die wichtigsten Stationen in seinem Leben sind beschrieben. Auch der Verlauf der Bonifatius-Route ist zu sehen, dazu Fotos von bau- und kunstgeschichtlichen Zeugnissen im Umfeld der Route. Die Ausstellung \u201eAuf den Spuren des Apostels der Deutschen\u201c wird am Mittwoch, 16. Juli, um 16.30 Uhr im Caf\u00e9 der Vogelsbergklinik in 36355 Grebenhain-Ilbeshausen-Hochwaldhausen, Jean-Berlit-Stra\u00dfe 31, er\u00f6ffnet. Sie ist dort bis zum 4. September t\u00e4glich von 14 bis 18 Uhr zu sehen.<\/p>\n<h3>Musikalische Reise auf Bonifatius&#8216; Spuren<\/h3>\n<p>Moderne und traditionelle Musik aus den L\u00e4ndern, die Bonifatius bereiste, erklingt am Samstag, 19. Juli, in der evangelischen Kirche in Nidderau-Eichen. Das 18-k\u00f6pfige Folklore-Orchester spielt auf elf Instrumenten \u2013 von Blockfl\u00f6te und Klarinette \u00fcber Akkordeon und Hackbrett bis Geige und Mandoline \u2013 Musik aus Irland, England, Schottland, Nord-Frankreich, Italien und Deutschland. An der musikalischen Reise in die Vergangenheit beteiligt sich auch das Duo Eigen-Art, das sind Kirsten Ludanek und Helmut Br\u00fcck aus Nidderau. Die Lebensgeschichte und Mission Bonifatius wird abwechselnd mit der Musik von Pfarrerin Stephanie Stracke aus Nidderau-Eichen erz\u00e4hlt. Die Veranstaltung \u201eLebensetappen des Bonifatius \u2013 historisch und musikalisch\u201c beginnt am Samstag, 19. Juli, um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche in Nidderau-Eichen, Kleine Gasse 13. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<h3>Schnuppertour<\/h3>\n<p>Natur pur, eine kr\u00e4ftige Prise Geschichte und einige Geschichten \u2013 das wird bei einer Schnuppertour f\u00fcr Jung und Alt am Samstag, 19. Juli, auf der Bonifatius-Route geboten. Die Wanderung f\u00fchrt vom Hohen Vogelsberg hinein ins Fuldaer Land. Sie ist der Beitrag der Kolpingsfamilie Herbstein zum zehnj\u00e4hrigen Bestehen der Bonifatius-Route. Gewandert wird von N\u00f6sberts-Weidmoos nach Blankenau, wo es zum Abschluss kostenlos Kaffee und Kuchen gibt. Die Schnuppertour f\u00fcr Jung und Alt, startet am Samstag, 19. Juli, 9.30 Uhr am Ortsausgang N\u00f6sberts-Weidmos Richtung Altenschlirf. Damit Kaffee und Kuchen in Blankenau nicht zu knapp werden, sollten sich gr\u00f6\u00dfere Gruppen bei Wigbert Nophut anmelden, Telefon 06643\/675.<\/p>\n<h3>Heiliger Bimbam<\/h3>\n<p>Sein Schicksal sei es, dass andere die Weisheit mit L\u00f6ffeln gefressen haben, w\u00e4hrend sie ihm nur mit der Pinzette verabreicht wurde. Deshalb sei es f\u00fcr ihn nur ein kurzer Weg vom endlichen Sinn zum unendliche Unsinn, sagt Kirchen-Kabarettist Thomas Klumb \u00fcber sich. Am Samstag, 19. Juli, gastiert er in Ilbeshausen-Hochwaldhausen mit seinem Programm \u201eDem Heiligen Bimbam auf der Spur\u201c. Klumb ist Diplomtheologe und leitet die Abteilung \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Bistum Mainz. Und er ist leidenschaftlicher und erfolgreicher Kabarettist. \u201eSatire ist leicht: ich brauche nur zu zitieren\u201c, sagt der mit Witz und Schlagfertigkeit gesegnete Theologe. Den \u201eHeiligen Bimbam\u201c beschreibt er als \u201etypischen Kirchenheiligen: Erst wird alles an die gro\u00dfe Glocke, Bimmel geh\u00e4ngt, wenn es aber dann darauf ankommt, macht sich Bammel breit\u201c. Er liest manchem Heiligen die Leviten: \u201ekanonischen und komischen, w\u00fcrdigen und merkw\u00fcrdigen\u201c. Bonifatius spielt in seinem Programm keine Rolle, \u201eau\u00dfer im Kontext zum Thema Heilige\u201c, sagt er. Biografisches sei \u00fcber den Apostel der Deutschen \u201ezu wenig bekannt, als dass es f\u00fcr das Kabarett verwendet werden k\u00f6nnte\u201c. Pilgern werde bei seinem Auftritt in Ilbeshausen-Hochwaldhausen \u201eaber schon eine Rolle spielen\u201c. Die Veranstaltung war urspr\u00fcnglich f\u00fcr Sonntag, 20. Juli, angek\u00fcndigt, musste aus organisatorischen Gr\u00fcnden aber auf Samstag, 19. Juli, vorverlegt werden. Sie beginnt um 19 Uhr im Haus des Gastes, Schwimmbadweg 3, Grebenhain, Ortsteil Ilbeshausen-Hochwaldhausen. Eintritt frei.<\/p>\n<h3>Wanderung zum Hoherodskopf<\/h3>\n<p>Die Natur auf den gr\u00f6\u00dften zusammenh\u00e4ngenden Vulkangebiet Europas, die Geschichte von Bonifatius und die Bedeutung des Pilgerns \u2013 \u00fcber alles das und mehr spricht die Historikerin und Kultur- und Naturf\u00fchrerin Angela Metzner w\u00e4hrend einer Wanderung auf der Bonifatius-Route am Sonntag, 27. Juli.Gestartet wird um 11 Uhr an der Vogelsbergklinik im Grebenhainer Ortsteil Hochwaldhausen-Ilbeshausen. Von hier aus geht es knapp neun Kilometer durch den Vogelsberger Hochwald zum Hoherodskopf. Unterwegs versorgt die Vogelsbergklinik die Wanderer an der idyllischen Fl\u00f6sser-H\u00fctte mit Mittagessen. Zum Selbstkostenpreis von 3,50 Euro gibt es Eintopf mit Wurst, sagt Klinikleiter Hans-Heinrich von Sch\u00f6nfels. Die Tour endet am Nachmittag auf dem Hoherodskopf. Hier kann sich, wer mag, noch auf der Sommerrodelbahn oder dem Baumwipfelpfad vergn\u00fcgen. Zur\u00fcck nach Hochwaldhausen-Ilbehausen geht es mit dem Vulkan-Express. Der Bus verkehrt st\u00fcndlich. Anmeldung bei der Vogelsbergklinik, Telefon 06643\/7010 oder E-Mail <span style=\"color: #000080;\"><span lang=\"zxx\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"mailto:info@vogelsberklinik.de\">info@vogelsbergklinik.de<\/a><\/span><\/span><\/span> ist erforderlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Bonifatius-Route von Mainz nach Fulda Von Corinna Willf\u00fchr Seit zehn Jahren ist die Bonifatius-Route beliebt bei Pilgern und Wanderern Von Mainz nach Fulda \u2013 die 147 Autokilometer sind in gut zwei Stunden zu bew\u00e4ltigen. 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